Geballtes Wissen in München

Die Exkursion der Realklassen der 7. Schulstufe ist zu Ende und der Schulalltag hat wieder begonnen. Nun wird es Zeit, die Exkursion noch einmal Revue passieren zu lassen und zu überprüfen, inwiefern diese Zeit eine Erweiterung unseres Wissenshorizonts war.

Das Max-Planck-Institut in München ist ein naturwissenschaftliches Leuchtfeuer. Von der Untersuchung subatomarer Teilchen bis hin zur Betrachtung unseres gesamten Universums, zu allen naturwissenschaftlichen Teilgebieten wird hier geforscht und auch gelehrt. Die Möglichkeit, Zugang zu diesem Wissen zu bekommen, blieb glücklicher Weise nicht ungenutzt und so durfte wunderbaren Vorträgen gelauscht und der gewaltige Versuchsreaktor besichtigt werden. Die Führung rund um die riesige Neutronenquelle war grandios gestaltet, denn es wurde auf unverständlich komplexe Inhalte verzichtet und stattdessen die Grundlagen der dort durchgeführten Teilchenforschung verständlich erklärt.

Doch das Programm bot nicht nur naturwissenschaftliche Schwerpunkte, durch den Besuch der neuen Pinakothek dürfte auch jeder Kunstliebhaber zufrieden sein. Die Führung durch dieses Museum bot einen guten Einblick in die Zeit des Impressionismus. Von den ersten impressionistischen Bildern bis hin zu Meisterwerken von Monet und anderen Künstlern, all diese Werke wurden erklärt und auf die verschiedenen Aspekte der Bilder eingegangen. Sei es die Technik, mit der das Bild gemalt wurde oder die Geschichte dahinter, die kurzweilige Führung machte einen mit dem Impressionismus bestens vertraut.

Zu guter Letzt blieb allen Beteiligten bestimmt der Rundgang am Areal des KZ Dachau in Erinnerung. Die schrecklichen Umstände während des Nationalsozialismus, unmenschlichen Lebensbedingungen in diesem Lager und die Parallelen in die Gegenwart, all das präsentierte der engagierte Führer hervorragend. Der Besuch der Gedenkstätte regte zum Nachdenken und Überdenken an. Es ist erstaunlich und auch erschreckend, wie sehr sich die Geschichte zu wiederholen scheint. Sei es nur der Leitspruch „america first“ der mit der Liedstrophe des Lieds der Deutschen „Deutschland, Deutschland über Alles“ verglichen wird. Doch trotz all dieser bedrückenden Stimmung brachte die Führung durch Beschreiben des Lageralltags auch die Hoffnung ins Spiel, die diese Menschen damals hatten. Die Hoffnung, dass es wieder besser wird.

Auch wenn die Exkursion verglichen mit den Schikursen oder dem Sprachaufenthalt weniger Freizeit und Spaß bot, war sie auf jeden Fall eine sinnvolle Investition. Voller Erinnerungen, Eindrücken und Geschichten kamen alle Schüler wieder wohlbehalten in Graz an. Was möchte man mehr von einer Bildungsreise?

Felix Hasiba

Alle Fotos von der München-Exkursion 2017

Textsorte Kommentar Philipp Zach 7c


Schüler erobern München - vom Museumsbesuch bis hin nach „Hollywood“


Klassenfahrten gehören für Schüler zu den Höhepunkten ihrer Schulzeit – und für Lehrer oft zu den anstrengendsten Tagen ihrer Berufstätigkeit.

Es sind sich dennoch alle Beteiligten einig: Die Fahrten sind wichtiger Bestandteil des Schullebens. Sie fördern die Gemeinschaft, ermöglichen soziales Lernen und erweitern den Horizont. Ein vielfältiges Programm erwartet die Schüler und Lehrer in München.Fünf Tage bedeuten fünf Tage volles Programm.

Mit dem Bus, durchgezählt, das Gepäck bereits verstaut, beginnt die mehrstündige Fahrt.

Untergebracht in einem Hostel mit Frühstück bedeutet, dass Schüler, der Lehrer und drei Lehrerinnen unterwegs für das leibliche Wohl zu sorgen haben.

In München angekommen folgt sogleich ein Besuch im Botanischen Garten des Schlosses Nymphenburg. Man kann wunderschöne Pflanzen betrachten und gleichzeitig die eingeschlafenen Füße von der langen Busfahrt wieder zum Gehen erwecken.

Nächster Programmpunkt: Flugzeugwerft. Von ausgestellten Flugzeugtypen einmal abgesehen ist der Höhepunkt natürlich der, sich selbst in das Cockpit eines Jets setzen zu dürfen.

An der Technischen Universität bekommt man die Funktion und den Aufbau eines Kernreaktors erklärt. Man sollte dabei jedoch nicht vergessen zu erwähnen, dass man zuvor durch eine Schleuse zwecks Überprüfung keine unerlaubten Gegenstände bei sich zu tragen,gehen muss. Mittels Metalldetektoren wird überprüft – also eines strengeren Unterfangens als in einer Abflughalle am Flughafen.

An den folgenden Tagen stehen weiter Museumsbesuche an der Tagesordnung, wie zum Beispiel das Deutsche Museum sowie die Neue Pinakothek. Sehenswerte Ausstellungen, jedoch müsste man für diese Besuche etwas mehr Zeiteinplanen. Sozusagen ein etwas rasanter Durchgang.

Ein weiterer Programmpunkt: die Gedenkstätte Dachau. Sie wurde als Mahnstätte und Erinnerungs-ort des ehemaligen Häftlingsgeländes des Konzentrationslagers Dachau errichtet. Dieser Besuch macht betroffen und gleichzeitig traurig, nämlich am Ort zu sein, wo so vielen unschuldigen Menschen so großes Leid zugefügt wurde. Einfach erschütternd sich vorzustellen, was Menschen anderen Menschen antun konnten.

Das Beste und bestimmt das Spannendste kommt, wie immer, zum Schluss!

Die Bavaria Filmstudios.Siezählenzu einer der größten Studios Europas. Hier entstanden Filmklassiker wie „Das Boot“, „Die unendliche Geschichte“ etc. Hautnah-Erlebnis im Modell des Kinohits „Das Boot“. Ein erfahrener Guide führt über das gesamte Filmgelände zu den spektakulären Kulissen, bekannt aus Film und Fernsehen. Man hat die Möglichkeit und Gelegenheit, Szenen aus verschiedenen Filmen nachzuspielen. Im Wetterstudio versucht man sich als Moderator. Die Tour durch die Filmstadt mit 4D-Kinound „Bullyversum“ wird zum interaktiven Erlebnis.

Mit vielen bunten und einigen schwarzen Bildern im Kopf sowie mit geballten Eindrücken im Gepäck endet die eindrucksvolle wie auch anstrengende Exkursion mit der Heimreise nach Graz.