Julia Heuberger (3A) musste bei der Deutschschularbeit einen Leserbrief verfassen – der sich prompt in der Kleinen Zeitung wiederfand:
Schullaptops
„Bildungsstadtrat will Smartphone-Aus bis 14″, 20. 3. 2025
Die Idee von Kurt Hohensinner, Tastenhandys von Handyverbot einem auszunehmen, finde ich definitiv angebracht, da vor allem mit dem Einzug in eine neue Schulform (mit zehn/elf Jahren) viele Kinder anfangen, selbstständiger zu handeln, sei es, gemeinsam oder gar allein in der Stadt unterwegs zu sein oder eine alleinige Heimfahrt, erst in der Dämmerung. Die Möglichkeit, den Eltern Bescheid geben zu können, ist praktisch, wenn nicht sogar notwendig.
Aber: Wir Kinder/Jugendliche sollen vor den sozialen Medien geschützt werden und bekommen dann eine perfekte Möglichkeit, uns unbemerkt ins Internet zu schleichen? Fragwürdig! Einige Leserinnen und Leser stellen sich nun vielleicht die Frage, was ich hier meine und die Antwort ist ganz einfach: Die Schullaptops. Smartphones sind nicht der einzige Weg ins Internet. Ein Klick und auf einmal bin ich auf YouTube und sehe mir mehr oder weniger verstörende Shorts an, die mich nachts nicht schlafen lassen. Niemand kann mich davor bewahren!
Ein Klick hier und einer da und schon sehe ich die perfekten „that-girls“ auf Instagram, fühle mich in meinem gesunden Körper zu dick und möchte diesem unnatürlichen Schönheits-ideal entsprechen. Niemand kann mich davor bewahren!
Alles in allem möchte ich dem Bildungsministerium bei der Aussage „eine stärkere Regulierung der Social-Media-Nutzung von Jugendlichen müsste wohlüberlegt werden” vollen Herzens zustimmen.
Julia Heuberger (13), Graz